Hintergrundinformationen

Fondskonzept und Fondsobjekte der "Objekte FFB und München" 

 

Die Fondsgesellschaft hat sich insgesamt an vier Objektgesellschaften (nunmehr: Objekte Fürstenfeldbruck und München Besitz GmbH & Co. KG (94 %), Einzelhandelsportfolio Süddeutschland GmbH & Co. KG (rd. 100 %), Objekte Augsburg GmbH & Co. KG (94,5 %) und Einzelhandelsportfolio Bayern GmbH & Co. KG (rd. 100 %)) beteiligt und hält eine Kommanditbeteiligung i.H.v. nominal 15 Mio EUR an der Renditefonds 6 GmbH & Co. KG (ehemals: SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 KG).

 

Die Anleger haben sich, wie bei geschlossenen Immobilienfonds üblich, als Direktkommanditist oder (unmittelbar) über die Treuhänderin als (mittelbarer) Treuhandkommanditist an der Fondsgesellschaft

beteiligt. Zudem wurde die Beteiligung als Stiller Gesellschafter angeboten.

 

Die "Objekte FFB und München" offerierte den Anlegern folgende Beteiligungsmodelle: 

  • RENDITEMAXX“ (Volleinzahlung mit sofortiger Ausschüttung)

 

  • "RENDITEMAXX“ (Volleinzahlung mit sofortiger Ausschüttung)
  • „Clevere KOMBI" (50 % Ersteinlage mit thesaurierter Ausschüttung)
  • "IMMORENTE"
  • „IMMORENTE Plus“ (10 % Einzahlung mit monatlicher Ansparung)
  • „CLASSIC“ (Stille Beteiligung mit Wandlungsrecht).

 

Die aktuelle Situation der "Objekte FFB und München"

 

Bereits im Jahr 2013 mussten die SHB-Fondsgesellschaften einräumen, dass in der Vergangenheit gravierende Fehlentscheidungen in der „SHB Fondsgemeinschaft“ getroffen worden sind. So wurden bspw. die in den Verkaufsprospekten prognostizierten Investitionen nicht getätigt, was zu einem

Investitionsstau der „SHB Fondsgemeinschaft“ im dreistelligen Millionenbereich geführt habe. Ferner wurde es versäumt, das historisch niedrige Zinsniveau für Neuinvestitionen zu nutzen und bestehend

Finanzierungsverträge für Bestandsimmobilien zu optimieren.

 

Im Oktober 2014 hat die Fondsgesellschaft die Kommanditisten zur Umsetzung eines Sanierungs-konzepts im Interesse der Anleger aufgefordert. Dieses Sanierungskonzept sieht im Wesentlichen folgende Eckdaten vor:

 

  • Für Stille Gesellschafter: Änderung der Vertragssituation bzgl. der Rückzahlung der Stillen Beteiligungen Änderung der Vertragssituation bzgl. der Marktverzinsung

 

  • Für Kommanditisten: Aufforderung der rückständigen Ratenzahler zur Wideraufnahme der Einzahlung und Ausgleich der Ratenrückstände

 

  • Aufforderung der Anleger der Kapitalart 2 ("Clevere KOMBI") zur Aufnahme der Ratenzahlungen

 

Aktuell ist die Fondsgesellschaft weiterhin bemüht, das zwischenzeitlich beschlossene Sanierungs-konzept umzusetzen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang der Umstand, dass viele Anleger der Kapitalarten 2 bis 4 nicht gewillt und/oder nicht in der wirtschaftlichen Lage sind, die Raten-zahlungen bis zur vollständigen Einzahlung der jeweiligen Einlage (wieder) aufzunehmen und ggf. rückständige Raten auszugleichen.

 

Ausweislich des Halbjahresberichts (2. Halbjahr 2016/Stand Januar 2017) stellt sich auch die Vermietungssituation in den einzelnen Objektgesellschaften der Fondsgesellschaft sehr unter-schiedlich dar. Speziell die Vermietungssituation in zwei der vier Immobilien der Objekte Fürsten-feldbruck und München Besitz GmbH & Co. KG ist weiterhin unbefriedigend. Dies führt u.a. dazu dass die dringend erforderlichen Refinanzierungsmaßnahmen für die beiden Darlehen der Objekte Fürstenfeldbruck und München Besitz GmbH & Co. KG, welche bereits im Dezember 2016 endeten, bislang nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

 

Hinzu kommt, dass fraglich ist, ob eine Rückforderung der an die Tristan Projekt GmbH abverfügten

Fondsgelder in Höhe von rd. € 4,9 Mio. realisierbar ist. Auf der Gesellschafterversammlung vom 26.02.2015 wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass in der I. Instanz ein überwiegend klagestattgebendes Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main erstritten wurde. Dem Halbjahresbericht (2. Halbjahr 2016/Stand: Januar 2017) der Fondsgesellschaft ist zu entnehmen, dass derzeit ein Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main anhängig ist und zwischenzeitlich ein zweiter Verhandlungstermin für Anfang des 4. Quartals 2016 bestimmt wurde.

 

Im Ergebnis bleibt mithin festzuhalten, dass auch die jüngsten Entwicklungen den Anlegern keinen Anlass geben, auf eine langfristige Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation der "Objekte FFB und München" zu hoffen.